Eine fremde Kultur kann man nicht eins zu eins verstehen

01.08.2016 - Aktuelle Ausgabe der "Versicherungswirtschaft": Jutta Boenig, Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Karriereberatung, über Management-Erfolg im Ausland

Versicherungswirtschaft Ausgabe 08N/2016

 

Das Interview führte Michael Stanczyk

 

"Versicherungswirtschaft: Thomas Buberl wird ab September dieses Jahres neuer Vorstandschef des Axa-Konzerns. Die Berufung eines Deutschen an die Konzernspitze eines französischen Global Players kommt in diesem Umfeld einer Kulturrevolution gleich. Mit Ausnahme der Dax-Konzerne wird auch in Deutschland häufig auf das menschliche Know-how aus dem Ausland verzichtet. Wieso ist das so?

 

Jutta Boenig: Ausländische Firmen stellen deutsche Manager aufgrund ihres guten Rufs gerne ein. Umgekehrt ist das aber tatsächlich nicht der Fall. Woran das genau liegt, lässt sich nur schwer beantworten. Grundsätzlich ist am Wirtschaftsstandort Deutschland eine gewisse Arroganz im Verhältnis zu ausländischem Führungspersonal spürbar. Hierzulande herrscht auf Unternehmensebene die Meinung vor, stärkste Wirtschaftskraft zu sein und auch so alles im Griff zu haben. Deutschland wird global dafür geehrt, fleißig, arbeitsam und sorgfältig zu sein. Zu Recht. Es gehört aber auch dazu, personell für das Ausland attraktiver zu werden."

 

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